Was Du wirklich über KI in der Arbeitswelt wissen musst! | Storytailors Podcast Episode 8
Shownotes
Diese Episode dreht sich um eine Frage, die uns alle betrifft: Welche Fähigkeiten brauchen Menschen noch, wenn KI jederzeit Wissen liefern kann?
Darüber habe ich mit Josephine Krengel gesprochen - und ich habe mich wirklich sehr auf dieses Gespräch gefreut. Josephine ist Gründerin von „What a Day“, einem Netzwerk, das Menschen aus dem öffentlichen Dienst zusammenbringt, um neue Ideen, Perspektiven und Impulse zu entwickeln.
Sie hat mir verraten, wie KI Hochschulen und Bildungseinrichtungen verändert und warum interdisziplinäres Denken in Zukunft immer wichtiger wird. Denn wenn Wissen jederzeit verfügbar ist, reicht reines Faktenlernen nicht mehr aus.
Besonders spannend fand ich Josephines Blick auf die Herausforderungen im Hochschulkontext, den Umgang mit neuen Technologien und das Potenzial von sogenannten „Amtsfluencern“ für Sichtbarkeit, Recruiting und moderne Kommunikation.
Eine richtig spannende Folge über KI, Bildung und die Frage, welche Fähigkeiten in Zukunft wirklich zählen.
Viel Spaß beim Zuschauen!
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Storytaylers Podcast.
00:00:03: Heute zur Gast Josefine Krängel aus Berlin, Unternehmerin und Gründerin von What A Day!
00:00:08: wo sie Experten zusammenbringt und neue Umpulse für den öffentlichen Dienst schafft.
00:00:19: Josefina ich freue mich sehr dass du heute hier bist.
00:00:21: Danke Janine für die schöne Vorstellung.
00:00:23: Ich freu mich auch sehr hier zu sein Ja und auch über what a day zu sprechen Thema Social Media.
00:00:31: Danke für die Einladung!
00:00:32: Sehr gerne, du lädst ja bei What A Day gezielt Experten ein und nach welchen Kriterien entscheidest Du denn wen Du einlädst?
00:00:41: Für die Seminare?
00:00:42: Genau
00:00:43: also What a day vielleicht so als Hintergrund für die die das natürlich noch nicht kennen.
00:00:48: wir bieten Seminaren an halt für den öffentlichen Dienst und dementsprechend bin ich die ganze Zeit eigentlich mit Experten im Austausch über LinkedIn über andere Kanäle Und in dem Zuge finden wir eigentlich die Themen immer im Dialog.
00:01:02: Also, ich spreche viel mit den Experten aus den einzelnen Organisationen und bin auch im Austausch bei den Veranstaltungen.
00:01:10: Ich glaube das ist so der größte Teil eigentlich dass sich während der Veranstaltung mit den Teilnehmenden mich austausche und dann währenddessen die Themen sich neu entwickeln und so sich auch Seminare weiterentwickeln.
00:01:23: Das ist der Hauptfaktor!
00:01:25: Sehr spannend.
00:01:26: Was macht für dich denn ein gutes Impulsformat aus?
00:01:28: Also im Gegensatz zu einem klassischen Seminar, wir haben uns ja schon unterhalten und du hast mir erzählt, what a day soll anders sein, sollen mehr sein und warum besuchen die Teilnehmer von What A Day nicht nur ein klassisches Seminar?
00:01:43: Ja tatsächlich sind die Leute am öffentlichen Dienst wirklich mit unheimlich vielen neuen Gesetzgebungen auseinandergesetzt und technischen Entwicklungen, also die ist halt einfach gerade wirklich rasant.
00:01:55: Gleichzeitig das Thema KI was halt wirklich eine Riesenrolle spielt Fachkräftemangel und ich glaube die beiden Punkte bringen einen neuen Workload wo die Verwaltung einfach gezwungen sind, sich anzupassen und neue Wege zu finden.
00:02:10: Und das ist glaube ich was mich auch daran bewegt auch an der Arbeit dass nicht jede Kommune, jede Hochschule des Rad neuer finden soll sondern die Seminare sollen gemacht sein, damit sie sich dort treffen können.
00:02:21: Praxisbeiträge hören können von anderen Kolleginnen und Kollegen, sich austauschen können und somit einfach ihren eigenen Ansatz finden können in den Seminaren.
00:02:31: Und das ist so für mich der Hauptfaktor und auch vielleicht dieses Schlagwort nochmal Community-Arbeit dass die Leute einfach merken Hier treffe ich Leute, die haben die gleichen Probleme.
00:02:42: Und ich treff die jährlich, ich rede über neue Themen mit denen und ich fange nicht immer wieder bei null an wenn ich jetzt zu so einer Nullachtfünfzehn-Weiterbildung irgendwie gehe.
00:02:52: Ja da sind Leute die haben vielleicht ganz andere Herausforderungen und hier sind wirklich nur Leute aus dem öffentlichen Dienst also ich beschreibe das auch immer sowieso eine Art ja intimer Raum wo wirklich auch rechtlich schwierige Themen besprochen werden können ohne Angst haben zu müssen dass sie Themen nach außen gelangen.
00:03:09: genau
00:03:09: Sehr cool, das heißt dieser ganze Netzwerkgedanke spielt ja auch eine große Rolle.
00:03:14: Total, ja!
00:03:14: Und wie du gesagt hast es wird einfach ein Raum geschaffen für diese Themen wo man sich wohlfühlt und wo man vielleicht auch jede Frage stellen kann ohne sich komisch zu fühlen dabei?
00:03:25: Ja wir schaffen dann halt auch immer so diese Breakout Sessions an wo auch die Referenten gar nicht oder die Referinen gar nicht dabei sind sondern halt wirklich nur die Teilnehmenden unter sich zurückkommen, dann sind die ganz losgelöst.
00:03:39: Weil dann hat man das Gefühl sie haben so dieses persönliche Gespräch irgendwie tauschen auch irgendwie Kontaktdaten aus und das ist das was ich eigentlich erreichen will dass sie auch im Nachgang einfach ja den Kontakt haben und die Infos weiter austauschen oder Erfahrungen austauschend können.
00:03:52: genau Du hast eben das Thema KI angesprochen.
00:03:56: Und KI ist ja eines der zentralsten Zukunftszemen aktuell, ich glaube jeder beschäftigt sich aktuell mit KI und du hattest mir erzählt in einem Gespräch kürzlich dass du letztens einen Gast hattet auch für ein Seminar zum Thema KI im Prüfungsrecht?
00:04:15: Welche Fragen oder Unsicherheiten begegnen dir gerade in diesem Hochschulkontext?
00:04:19: wenn es um das Thema
00:04:22: Ja absolut, also ich hatte darüber auch schon mal gesprochen so dieses Thema KI.
00:04:28: Für mich war am Anfang so ist es schon wieder ein Seminar über KI.
00:04:31: irgendwie alle reden über nichts anderes.
00:04:33: will ich das jetzt wirklich anbieten aber nach dem Austausch mit den Referierenden habe ich dann gemerkt okay ja es ist einfach ein aktuelles Thema lasst uns ausprobieren.
00:04:43: Und war dann auch froh, dass wir es gemacht haben.
00:04:45: Weil ganz klar hat sich rausgestellt ja das einfach ist was wo so wenig Klarheit herrscht da geht's weniger um Optimierung würde ich sagen jetzt innerhalb der Verwaltung sondern eher darum dass die Studierende es nutzen und die Verwaltungen sich damit auseinandersetzen müssen also vor allem Prüfungsämter.
00:05:05: Und was ich daran so spannend finde, also ich mache das mit Herrn Carsten Morgenroth und Markus Corneli.
00:05:10: Die sind beide Mitarbeiter auch an Hochschulen, sind im Prüfungsrecht tätig.
00:05:16: Was ich daranso spannend finde ist, worüber wir sprechen, sind so elementare Themen.
00:05:22: Es betrifft unser gesamtes Bildungssystem.
00:05:24: Wir sprechen darüber die Zukunft der Prüfung nach Hausarbeit – wie viel Sinn macht sie überhaupt noch wenn Leute das mit KI erstellen?
00:05:32: oder einen Referat.
00:05:36: Wir müssen auch neue Module erschaffen für die einzelnen Bereiche in den Hochschulen und das ist was, wo die Leute in der Verwaltung vor so einer riesen Aufgabe stehen und gar nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
00:05:48: Es gibt keine Regelungen und irgendwie müssen Sie sich gerade selbst behelfen wie Sie weiterhin rechtssicher bleiben können.
00:05:57: Frau Professor Escher Weingart von der Uni Hohenheim, die moderiert ist immer ganz toll.
00:06:01: Die ist halt schon sehr lange da beschäftigt und hat immer tolle neue Impulse.
00:06:06: Und ich bin da echt dankbar.
00:06:07: so dieses... Ich glaube das beschreibt auch meine Formate ganz gut.
00:06:10: So dieses Thema von Hochschulen für Hochschule also Anwender für Anwinder Dass es eben nicht so irgendwie fachfremde Leute sind, die vor der Praxis keine Ahnung haben.
00:06:22: Sondern Leute, die genau die gleichen Herausforderungen haben und die bringe ich dort zusammen.
00:06:27: Und das ist die große Freude glaube ich daran.
00:06:30: Sehr schön, sehr schöne Austausch!
00:06:32: Was ich mich halt frage zu dem Thema KI und gerade jetzt im Hochschulkontext... wenn Wissen immer verfügbar ist.
00:06:40: Wie kann es denn überhaupt noch abgefragt werden?
00:06:43: Also ich meine, man fragt sich ja auch Hausarbeiten werden geschrieben mit KI.
00:06:48: Ja selbst eine Professur wird mit KI heutzutage angefertigt.
00:06:53: wie kann man da noch überprüfen was der Studierende da wirklich selber erarbeitet hat und was wird sich da deiner Meinung nach auch verändern wenn das um die Kompetenzen geht?
00:07:05: Ja, das ist ein total schwieriges Thema.
00:07:07: Worüber wir auch in dieser Seminarei diskutieren... Es ist wirklich schwierig!
00:07:13: Weil am Ende wie du schon sagst so Wissen ist jederzeit verfügbar und das Thema Allgemeinwissen meiner Meinung nach hat einfach an Stellenwert verloren Und wir müssen halt gucken wie wir andere Kompetenzen stärken.
00:07:29: Für mich ist das Thema Interdisziplinäresdenken einfach die Kompetenz schlechthin in der heutigen Zeit.
00:07:37: Und da muss ich sagen, bin ich halt voll dankbar für mein Master.
00:07:41: einfach in der Archäologie also im Bachelor lernt man quasi so dieses Wissen anzuhäufen und im Master ist dann so dass du dieses Wissens übertragen musst und dafür brauchst du aber erstmal natürlich das Wissen überhaupt um es übertragend zu können.
00:07:55: und das ist was, was KI auch einfach nicht kann.
00:07:57: Also frag mal einfach irgendwie nennen wir's jetzt mal Chetic Petit.
00:08:01: in dem Fall vielleicht Fragt man nach einem bestimmten Bereich?
00:08:04: Es wird immer nur aus diesem Bereich recherchieren.
00:08:06: Es würde nicht interdisziplinär aus Erfahrungen, aus anderen Bereichen holen.
00:08:09: Es sei denn du fragst explizit danach und das finde ich so toll daran.
00:08:13: Deswegen ist es nicht so dass wir jetzt Angst haben müssen, KI würde uns ersetzen sondern das Denken muss sich einfach ändern glaube ich.
00:08:20: Und so bildlich gesehen finde ich deswegen auch immer schön den Bachelor als Grundlage zu sehen.
00:08:29: Also Wissen ist natürlich weiterhin wichtig Aber ich muss halt einen Schritt weitergehen.
00:08:33: Einfach reines Wissen reicht heutzutage einfach nicht mehr, das ist glaube ich so das Ding.
00:08:37: und da vielleicht auch nur ganz kurz wo mir selber auch so ein Fehler passiert ist damals als ich meine Hausarbeit geschrieben habe und wirklich so blöde Autokorrekturfehler aufkam und ich starte Philippische Reden die ganze Zeit Philippinische Redengeschrieben haben Wo dann natürlich klar war, okay es gab da noch keine KI.
00:08:55: Ich habe das schon selber verbockt aber ich hasse einfach Autokorrektur so.
00:08:59: Ich möchte nicht dass irgendwie eine Maschine für mich korrigiert sondern ich will das selber machen.
00:09:03: und da sind wir beim nächsten Punkt.
00:09:05: die Fähigkeit Informationen zu prüfen und einen kritischen Blick zu haben.
00:09:09: Die wird auch immer wichtiger.
00:09:11: meiner Meinung nach also für dich wahrscheinlich im Bereich Social Media genauso oder?
00:09:16: Es gibt so viel Fake News wenn man da irgendwas veröffentlicht.
00:09:20: Man muss immer genau hingucken, was man da macht?
00:09:22: Absolut!
00:09:23: Da würde ich noch mal auf deinen Punkt zurückkommen mit der Autokorrektur.
00:09:28: Ich bin da voll bei dir und kein Fan von der Autekorrektor.
00:09:31: aber dennoch sage ich auch mal meinem Team bitte alles noch einmal kurz überprüfen lassen denn gerade diese kleinen blöden Fehler in der E-Mail oder in einem längeren Text im Blogartikel das kann man halt heutzutage wirklich vermeiden.
00:09:46: Ja, vielleicht nochmal Formulierungen aufbessern.
00:09:50: Das war ja auch ein Thema da haben wir zwei auch schon mal drüber gesprochen.
00:09:54: es gibt so die eine und die andere Vorgehensweise wie man KI nutzt.
00:09:57: viele lassen sich komplett inspirieren schreiben dann aber doch den Text noch naja hoffentlich
00:10:03: selber
00:10:05: oder zu einem Teil zumindest selbst.
00:10:07: Und dann gibt es aber auch die, die schreiben erst den Text und lassen dann nochmal drüber schauen was man optimieren kann und da haben wir zwei Jahre
00:10:15: gesehen dass das
00:10:15: eher so unsere Vorgehensweise ist.
00:10:18: Ja also ich finde mir hilft das total auch meine eigene Kreativität anzuregen.
00:10:23: Also ich nutze das auch für LinkedIn-Post tatsächlich und auch um Themen weiterzuentwickeln Weil ich halt quasi selber, wenn ich dann diesen Text von der KI, diesen vorgegebenen Lesel zu merke, ist ja so richtig Sinn macht.
00:10:35: Das nicht!
00:10:36: Würde es nicht eher Sinn machen in die Richtung zu gehen und so hat man quasi einen Dialogpartner... der einen unterstützt halt selber das meiste aus sich rauszuholen und dafür ist es tatsächlich ziemlich cool.
00:10:47: Absolut, du sagst also quasi dass ist ein großes Potenzial, es ist ein Tool um zu optimieren, um sich selbst vielleicht zu optimierend, um die eigenen Stärken noch weiter herauszustellen zum Beispiel ja wie man Text optimieren kann.
00:11:05: Ja, finde ich sehr cool und spannend.
00:11:09: Was ich nur schwierig find ist halt dieses generische was in dem Ganzen steckt das wenn man auf LinkedIn geht dass jeder Text sich gefühlt gleich anhört naja diese Spiegelstriche auch noch schön.
00:11:21: Das ärgert mich so weil ich liebe Gedankenstriche und seitdem das ein Thema ist habe ich aufgehört die zu nutzen weil sonst immer dieser Anstatt direkt so diese Vermutung kommt.
00:11:31: Aber
00:11:31: da gibt es auch einen Unterschied bei den Strichen, weil meistens z.B.
00:11:36: bei ChatGBT oder anderen KI-Tools ein bisschen länger ist und daran erkennt man das oft
00:11:42: Echt?
00:11:42: Das ist mir noch nicht so genau aufgefallen.
00:11:45: Da kann ich
00:11:46: vielleicht wieder benutzen, zum Beispiel.
00:11:48: Genau!
00:11:49: Also spricht ja auch nichts gegen nur... Ich finde es gerade bei uns im Marketing wichtig dass da die eigene Brand Voice noch zum Vorschein kommt und das man halt einfach trotzdem so einen uniken Style hat.
00:12:02: Ja, das fände ich schade wenn das untergeht.
00:12:06: Total.
00:12:07: Wird der Fokus sich deiner Meinung nach, also wirklich bei den Bildungseinrichtungen Schiften von dem Rhein-Wissensaufbau eher zur Anwendung zum Transfer und zur Problemlösung vielleicht auch?
00:12:20: Ja, schwieriges Thema.
00:12:21: Weil ich würde sagen so wie eben auch schon kurz angedeutet dieses solide Grundwissen ist einfach nötig ohne dass es nicht möglich ohne die Basis und dieses gewisse Know how brauchen wir glaube ich, also die Zeit zu investieren.
00:12:36: So ein Wissensaufbau ist durchaus wichtig, aber man merkt natürlich auch es wird alles schneller.
00:12:42: Also ich mein so wie man früher studiert hat, man hatte halt viel mehr Zeit irgendwie sich mit Dingen zu beschäftigen und auch über den Tellerrand hinaus jetzt mit diesem Bachelor Master System wenn wir in dieser Blase einfach mal bleiben dann Ja, wenn wir ganz ehrlich sind.
00:12:58: Man sagt man kann Module wählen aber inwiefern kannst du wirklich wählen?
00:13:01: Wenn die Zeit so vorgegeben ist und du in dieser Studienzeit irgendwie drin bleiben musst ich konnte dann halt pro Semester mal in so einen anderen Bereich ein bisschen reinschnuppern Und was anderes machen Aber dann hast du euch gar keine zeit für das immer mal So ja muss das jetzt irgendwie schnell durchziehen und man muss in der Regelstudienzeit bleiben und Ich glaube wir haben eigentlich auch immer weniger Zeit.
00:13:21: es ist alles so Kurzlebig geworden, so wie diese ganzen Short-Videos.
00:13:25: Man hat gar nicht mehr die Geduld vielleicht auch sich in so Themen langfristig reinzuarbeiten.
00:13:32: und das ist wiederum was man im Master lernt.
00:13:35: Man habe vier wenige Module vielleicht im Semester nicht drei oder vier.
00:13:39: Und aber die wirklich intensiv.
00:13:41: Dann hat man Zeit, sich in Themen richtig tief reinzuarbeiten.
00:13:44: und das wo es ja eigentlich erst Spaß macht auch finde ich zumindest.
00:13:47: Hundert
00:13:47: Prozent!
00:13:48: Ja total.
00:13:49: Wobei ich finde es auch spannend dass gerade jetzt in der Zeit Sachen wirklich kurz und knackig auf den Punkt gebracht werden müssen.
00:13:55: für uns im Marketing natürlich grade halt im Social Media Marketing du hast es gerade genannt wenn man dreißig Sekunden Zeit hat dann muss man wissen wirklich komprimieren.
00:14:04: und gerade wir arbeiten ja auch viel in reglementierten Branchen mit Unternehmen die sehr komplexe Themen auch transferieren möchten aus Social Media.
00:14:13: Und da muss es wirklich sehr kompromiert sein, aber ja dennoch bin ich total bei dir!
00:14:18: Man sollte auf jeden Fall sich auch in Themen tief reinarbeiten um auch die Kompetenzen erstmal zu entwickeln.
00:14:24: Ja, weil sonst bleibst du glaube ich an der Oberfläche?
00:14:26: Ich glaube so diese kurzen Sachen also ist auch eine Kompetenz quasi den Kern einer Sache zu erkennen und wiederzugeben.
00:14:33: dann muss man halt schauen, okay das ist vielleicht nett um so Appetit auf mehr zu machen.
00:14:38: Aber wenn du auf lange Sicht so den Wissen aneignen möchtest es geht gar nicht wie willst du das wirklich verinnerlichen?
00:14:44: Also ich glaube erst wenn ich wissen mit anderen Dingen Verknüpfe und auch dieses Wissen Anwände erst dann bin ich in der Lage ist auch wirklich fännerlich zu vertiefen und mir auch zu merken also dass ist ja auch so ein Punkt so wie's in der Schule ja im Ende auch weil wir alles irgendwie schnell schnell auswendig lernen.
00:15:03: Dieses Auswendiglernen, wer braucht es heute eigentlich noch?
00:15:06: Also so merkst du dir halt nichts auf lange Sicht.
00:15:09: Total!
00:15:10: Wir fassen also zusammen... Es geht heute eher darum interdisziplinär zu denken, vielleicht auch Sachen auf einen anderen Wissensbereich transferieren zu können und dann auch noch entscheiden zu können deiner Meinung nach was ist gut, was ist nicht gut und was muss dann vielleicht auch nochmal so überarbeitet werden?
00:15:29: Absolut ja total.
00:15:30: Welche strukturellen Herausforderungen zeigen sich denn, wenn Hochschulen auf diese Technologien reagieren?
00:15:37: Ganz klar der Verwaltungsförderalismus.
00:15:40: Also das ist ein Riesenproblem, dass die Hochschule wirklich abhängig sind von den Landesgesetzen und also von den Landeshochschulgesetzen.
00:15:49: Ach, wieder so diese Insellösungen entwickelt werden und selbst... Also auch da ist es dann nochmal komplizierter.
00:15:55: Es gibt mehrere Beispiele auch wo beispielsweise eine Uni quasi neues Digitalisierungsprojekt anschieben wollte.
00:16:04: Und dann aber währenddessen feststellen musst du ja das Land sagt mir jetzt quasi so Nee!
00:16:08: Das geht nicht.
00:16:09: ihr könnt nicht eure Einzellösung machen sondern wir wollen jetzt dass alle Hochschulen damit involviert sind.
00:16:14: Und dann ist das Projekt halt gescheitert, weil es viel zu viele Akteure gab.
00:16:17: Die Zuständigkeiten auch nicht klar waren und dann würde es eine Person brauchen die sich da wirklich richtig reinhängt und es durchzieht.
00:16:25: Wie gab's dann in dem Fall?
00:16:26: Wahrscheinlich einfach nicht!
00:16:27: Dann scheitern halt Projekte und das finde ich so schade.
00:16:29: Wäre das denn umsetzbar?
00:16:33: Ja, auf der anderen Seite habe ich das Beispiel aus Brandenburg gesehen wo sie das Einzelne umgesetzt haben tatsächlich also nicht auf landesebene.
00:16:42: Ich bin auch immer so hin und hergerissen.
00:16:44: Sollen wir Einzellösung finden oder sollen sie gemeinsame Lösungen erarbeiten?
00:16:48: Es ist wirklich eine schwierige Frage, weil am Ende scheitern die Projekte so oft daran... ich möchte mich nicht darauf fest nageln lassen!
00:16:57: Wir nageln dich nicht drauf fest.
00:16:59: okay wenn du den aber jetzt einer Tendenz ableitest stehen Hochschulen aktuell eher noch experimentieren oder sogar im Abwarten.
00:17:09: Ich würde sagen, die Hochschulen wollen experimentieren werden aber durch die Strukturen zurückgehalten.
00:17:14: Also ich glaube es gibt ganz viele engagierte Leute – ich sehe das auch in den Seminaren bei uns, die da natürlich vor Ort sind so – die haben wirklich Bock was zu verändern.
00:17:24: Aber sie durch diese Strukture müssen sich wirklich gedulden und immer wieder ihre Interessen irgendwie zurückstellen.
00:17:32: Und ich glaube, was so ganz großer Punkt ist auch diese Abhängigkeit von der Leitungsebene.
00:17:37: Also je nachdem, was du für einen Präsidentenpräsident in einer Hochschule hast oder welche Kanzlerin oder welchen Kanzler Dementsprechend bist du auch gezwungen, quasi dich so ein bisschen danach zu richten.
00:17:49: Hast du einen neuen Präsidentin beispielsweise die sich voll für Digitalisierung einsetzt?
00:17:54: Ja super!
00:17:54: Dann kannst du deine Projekte durchsetzen.
00:17:56: wenn die aber irgendwie alt eingesessen ist dann hast du halt ein Problem und das ist immer was in jedem Seminar wirklich zum Ausdruck kommt.
00:18:04: so ohne die Leitungsebene geht gar nichts.
00:18:06: also dass es auch ein Riesenpunkt bei den Hochschulen.
00:18:08: Dann, was ich noch gerne mit dir besprechen würde.
00:18:11: Ein Stichwort das derzeit diskutiert wird und zwar Amtfluencer.
00:18:16: jetzt geht es auch ein bisschen in unsere Social Media Richtung also quasi Mitarbeitende die ihre Kommune oder Institutionen repräsentieren.
00:18:25: und ja bei Hochschulen sieht man dass bisher kaum oder Ich habe es kaum gesehen.
00:18:30: welche Chancen siehst du denn gerade in der Hochschulkommunikation Wissenschaftskommunikation?
00:18:35: Und vielleicht auch Thema Link ins Seminare für Employer Branding.
00:18:38: Ja, also ich würde sagen dein Eindruck ist relativ gut.
00:18:42: Ich bin ja auch viel auf LinkedIn unterwegs und ich sehe da auch echt wenig.
00:18:47: Ich finde es auch schade genau weil da total viel Potenzial eigentlich drin liegt.
00:18:51: vielleicht so vorab dieses Thema Armfluencer... Was machen sie eigentlich?
00:18:58: Genau das ist ein komischer Begriff!
00:18:59: Ich glaube wenn wir in unserer LinkedIn Bubble unterwegs sind dann verstehen wir das und kennen das.
00:19:03: aber andere Leute haben den Begriff glaub ich noch nie gehört.
00:19:07: Ich finde es total toll, weil das ist so eine Initiative wo quasi Leute die in Behörden arbeiten aus ihrem Arbeitsalltag berichten und auch ihre Position nutzen halt so eine Art Sprachrohr zu sein.
00:19:21: Und dieses Thema Bürgerkommunikation anzugehen.
00:19:26: Das ist meiner Meinung nach super, weil ich sehe auch die Erfolge dass es halt wirklich auch was bringt, also das auch wirklich mehr Bewerbung vorliegen beispielsweise.
00:19:37: Dass die Leute Interesse auch an den Jobs zeigen wo man erst mal denkt so die Arbeiten in der Verwaltung sind bestimmt irgendwie Staub trocken aber nee so ist es dann eben nicht.
00:19:46: und halt im Gegensatz dazu stehen halt diese Wissenschaftskommunikatoren die berichten halt eher von der Hochschule, aber nicht über ihren eigenen Arbeitsalltag.
00:19:57: Also das ist halt nochmal so ein Unterschied.
00:19:59: dann haben wir ja noch mal diese Sci-Fluencer, die auf der anderen Seite halt über ihre eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse berichten Aber dass es wirklich jemanden gibt... Also über die Publikation,
00:20:09: dass sie dann sagen...
00:20:10: Genau!
00:20:10: So Forschungsergebnisse Wo ich manchmal auch denke Ich würde mir davon auch mehr wünschen weil das halt auch total spannend eigentlich ist.
00:20:18: Aber so aus Hochschulverwaltung, Mitarbeitenden die aus ihrem Arbeitsalltag berichten finde ich gibt es eigentlich kaum bis gar nicht würde ich sagen und da steckt eigentlich total viel Potenzial, wie du ja eben auch schon ein bisschen angedeutet hast.
00:20:32: Mein Beispiel wäre jetzt das Thema Berufungsmanagement wo es darum geht halt quasi Professorinnen und Professoren zu finden für die jeweiligen Hochschulen.
00:20:41: Wenn die Leute mehr berichten würden, so ja auch in Richtung Employer Branding.
00:20:46: So was hat unsere Hochschule?
00:20:47: Was sie anderen nicht haben?
00:20:48: Warum solltet ihr zu uns kommen?
00:20:50: Das wäre etwas das Sie wirklich berichten könnten und auch fehlende finanzielle Mittel damit vielleicht auch ausgleichen können.
00:20:58: also das wäre glaube ich die Chance.
00:20:59: aber... Vielleicht braucht es auch erst mal ein Begriff wie Anpflanzer für Hochschulen Welcher auch immer das sein könnte.
00:21:05: Vielleicht
00:21:06: kannst du den ja einführen?
00:21:07: Ich überleg mir
00:21:09: was, genau.
00:21:10: Also dein Tipp also konkret an Hochschulen wäre es auf jeden Fall mehr Employer Branding zu betreiben, mehr behind the scenes zu zeigen, mehr vom Alltag zu zeigen... Genau!
00:21:19: Es hat einfach auch Potenzial aus diesen ganzen unterschiedlichen Abteilungen die es dort gibt.
00:21:23: ich glaube viele haben gar keine Vorstellung.
00:21:26: bevor ich in dem Job angefangen habe wusste ich nicht mehr so wenn es um Hochschule geht.
00:21:30: Ach ja, Hochschulverwaltung.
00:21:31: Klar das muss es sehr auch geben aber das haben viele glaube ich gar nicht auf dem Schirm.
00:21:36: Sehr schön!
00:21:36: Ja dann sind wir so langsam auch schon am Ende unserer heutigen Folge.
00:21:41: Ich danke dir sehr Josefine für die ganzen Informationen.
00:21:45: und auch zu einem Thema was ich finde was viel mehr Aufmerksamkeit noch verdient oder?
00:21:49: Absolut, ich dank dir auch auf jeden Fall für die Einladung diese Plattform auch zu geben weil für mich ist halt das Thema Bildung super wichtig Erwachsene Bildung Und ich glaube, wir hören halt einfach nie aufzulernen und sollten das auch nicht tun.
00:22:05: Danke für die Einladung!
00:22:06: Das war's für heute mit dem Storytaylers Podcast.
00:22:09: Ich hoffe sehr es hat euch gefallen.
00:22:11: Wir haben heute einiges beleuchtet zum Thema Hochschulen und KI und auch die neuen Kompetenzen, die damit einhergehen und danke dass du heute dabei warst.
00:22:20: Bis zum nächsten Mal.
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